Der Dialog gerät ins Stocken

Der Dialog gerät ins Stocken

Im November 2010 konstituierte sich die Kampagne „Pyrotechnik legalisieren – Emotionen respektieren“. Kein Jahr ist seither vergangen, Erfolge können wir aber bereits vorweisen. In den Stadien werden durch den Einfluss der Kampagne deutlich weniger Böller gezündet, auch Raketen sind weitestgehend verschwunden, viel mehr brennen Bengalos kontrolliert und somit sicher auf den Tribünen. Die Medien haben ebenso erkannt, dass Pyrotechnik nicht nur in anderen Ländern gut aussieht und tolle Atmosphäre erzeugt. Auch die Verbände haben sich unseren Ideen gegenüber aufgeschlossen gezeigt. Mehrfach wurden Vertreter der Initiative eingeladen, um die Möglichkeiten einer Legalisierung zu besprechen. Aus diesen Gesprächen resultierte ein Kompromiss. Für den Verzicht auf Pyrotechnik über mehrere Wochen, ermöglicht der DFB Pilotprojekte. Konkret heißt das, dass Verein X, der mit der ortsansässigen Feuerwehr und dem Ordnungsamt und natürlich der Fanszene einen Lösungsweg erarbeitet hat, vom DFB eine Ausnahmegenehmigung zum Einsatz von Pyrotechnik erhält.

Unter diesen Rahmenbedingungen fand der freiwillige Verzicht auf Pyrotechnik statt. Die mehr als 150 Unterstützergruppen leisteten Aufklärungsarbeit in ihren Fanszenen und setzten so ein starkes Zeichen!

Umso bedauerlicher ist es nun, dass sich der DFB nicht mehr an seine Zusage gebunden fühlt. Ohne auf die genauen Wortlaute eingehen zu wollen, müssen wir konstatieren, dass die Gründe für die Ablehnung mehr als fadenscheinig sind. Besonders abstrus ist in dem Zusammenhang vor allem, dass sich der Generalsekretär des DFB wie folgt zitieren lässt:

„Selbst, wenn gar nichts passiert wäre, kann das DFB-Präsidium nicht einfach sagen: ‚Jetzt geht’s los‘, weil überall die Ordnungsämter, Feuerwehr und der Brandschutz das Sagen haben.“

Nie war in den Gesprächen von einer sofortigen Freigabe die Rede und zu keinem Zeitpunkt haben wir angenommen, dass der DFB gesetzliche Bestimmungen im Alleingang für nichtig erklären kann. Viel mehr war Teil der Abmachung, dass die Fanszenen die Zustimmung der lokalen Genehmigungsbehörden einholen und der Verband die, in seinen Sicherheitsrichtlinien festgeschriebenen, Ausnahmenregelungen erteilt.

Ob der Weg zurück an den Verhandlungstisch möglich ist, wenn wir nicht davon ausgehen können, dass Zusagen auch eingehalten werden, lässt sich aktuell nicht mit Sicherheit sagen. Klar ist aber, dass Pyrotechnik immer ein Ausdruck von Emotionen sein wird. Ebenso klar ist aber auch, dass die von uns formulierten Regeln weiter Bestand haben und und wir nach einer Legalisierung streben werden. Unser Ziel bleibt somit eindeutig!

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